Tussahseide

das gelblich glänzende ist Tussahseide

das gelblich glänzende ist Tussahseide

Die Tussahseide wird von wild lebenden Tussahspinnen (oder auch Eichenspinnern) gewonnen. Tussahspinnen sind Seidenraupen die ursprünglich aus China und Japan kommen. Im Gegensatz zur Zuchtseide ist sie sehr ursprünglich, das heißt die Tussahseide ist rau und weißt oft Noppen und Unregelmäßigkeiten auf. Dies wiederum macht sie so reizvoll. Die Tussahspinnen ernähren sich von Eichenlaub. Die Seidenraupen gewinnt man, indem man hühnereigroßen Kokons der wildlebenden Raupen von Bäumen und Sträuchern zu geeigneten Zeit einsammelt. Die Raupen produzieren den Seidenfaden, mit dem sie den Kokon spinnen, aus vier Drüsen die am Unterkiefer sitzen. Zwei Drüsen produzieren das Material des Seidenfadens, die beiden anderen Drüsen produzieren den Seidenbast zur Ummantelung des Fadens. Die Kokons der Seidenraupen aus denen die Tussahseide gewonnen wird, haben einen Durchmesser von 20-25 mm und sind 30 mm lang. Der Kokon entsteht bei der Verpuppung von der Raupe zum Schmetterling. Der innere Kokon ergibt einen meist von Gerbsäure angefärbten Faden von 1200 bis 1400 Metern Länge.

Die natürliche bräunliche oder grünliche Farbe der Tussahseide bleibt durch das Abkochen erhalten.

Die Tussahseide hat ein sehr geringes Gewicht und einen weichen und feinen Griff., der einen weichen und fließenden Faltenwurf bewirkt. Diese Eigenschaften erfordern eine sorgfältige Pflege. Die Tussahseide ist elastisch und deshalb beinahe knitterfrei. Sie ist recht reiß- und scheuerfest und somit sehr haltbar. Durch ein hohes Feuchtigkeitsaufnahmevermögen (bis zu einem Drittel des Gesamtgewichtes) ist sie für Tag- und Nachtwäsche von großer Bedeutung. Seide ist temperaturausgleichend, aber nicht besonders wärmend, da die Seidengarne wenig isolierende Luft einschließen und somit ein geringes Wärmerückhaltevermögen besitzen.

Die sogenannte Wäscheseide kann man mit Fein- bzw. Spezialwaschmitteln waschen. Eine schonende Behandlung von Textilien aus Tussahseide kann durch eine kurze Handwäsche bei 30°C ohne Reiben und ohne Bürsten erfolgen. Anschließend sollte man den Stoff gründlich mit klarem, lauwarmen und später kälter werdendem Wasser ausspülen, aber nie wringen oder schleudern. Nach dem Trocknen kann man die Tussahseide bei schwacher bis mittlerer Temperatureinstellung rückseitig ohne Druckanwendung bügeln.

DIN Kurzzeichen ST)

Seine Feinheit ist 3 bis 6 dtex.

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